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Sport und Bewegung für das Kind

Wohlfühlen mit Babyschwimmen

Babyschwimmen Vorteile

Auch wenn es Babyschwimmen heisst, lernt Ihr Kind in diesem Kurs noch nicht das Schwimmen. Beim Babyschwimmen geht es darum, das Baby spielerisch mit dem Wasser vertraut zu machen. Neugeborene halten unter Wasser reflexartig den Atem an, aber verlieren diese Fähigkeit schon wenige Wochen nach der Geburt. Die Babyschwimmkurse beginnen selten vor dem 3. Lebensmonat - zu spät, um den Reflex des Neugeborenen noch zu nutzen. In diesem Kurs wird der Umgang mit dem Wasser wieder neu gelernt.

So ist der Begriff „Babyschwimmen“ nicht die korrekte Bezeichnung, vielmehr handelt es sich um eine Eltern-Kind-Gymnastik im Wasser. Die Kleinen geniessen die Bewegungen im Wasser, weil sie sich darin schwerelos wie in Mamas Bauch fühlen. Es gelingen ihnen Bewegungen aus eigener Kraft, die ausserhalb des Wassers noch gar nicht möglich sind.

Vorteile:

  • Die Kleinen trainieren intensiv ihren Gleichgewichtssinn, sodass Laufhaltung und Koordination bei anschliessend deutlich besser sind als bei „Nichtschwimmern“.
  • Schwimmen kräftigt die gesamte Muskulatur (insbesondere die Rückenmuskulatur) und beugt damit Haltungsschäden vor.
  • Die Kleinen können sich länger konzentrieren und verfügen über ein besseres Reaktionsvermögen, wie eine Langzeitstudie an der Kölner Sporthochschule ergab: Je früher mit dem Babyschwimmen angefangen wird (am besten ab dem 3. Lebensmonat), desto deutlicher war der Unterschied zu den „Nichtschwimmern“.

Pro und Contra

  • Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Besuch gechlorter Hallenbäder in den ersten Lebensjahren und dem späteren Auftreten von Asthma und Heuschnupfen erkennen lassen. Eltern mit allergiegefährdeten Babys sollten eher eine andere Art von Förderkurs belegen, wenn sie etwas für die Bewegung und motorische Entwicklung ihres Kindes tun wollen.
  • Eine andere Studie belegt, dass Babyschwimmen bei den Kleinen Infekte hervorruft. Die Kleinen litten deutlich häufiger an Mittelohrentzündungen und Durchfall.

Trotzdem hat Babyschwimmen mehr Vor- als Nachteile. Es ist eine tolle körperliche Bewegung mit Mutter und Vater, das Vertrauen in die eigene Bewegung wird gestärkt, neue Sinneseindrücke erlebt, die Lungenkapazität stimuliert und es beugt Haltungsschäden vor.

Die Voraussetzungen beachten:

  • Das Kind sollte nicht gerade eine Impfung bekommen haben,
  • keine Infekte (ansteckende Krankheiten, Pilzinfektionen, Durchfall, Erkältung, Ohrentzündung) haben,
  • dem Alter entsprechend entwickelt sein.

Für ein unbeschwertes Badevergnügen:

  • Das Wasser sollte mindestens 34 Grad warm sein.
  • Das Wasser sollte Trinkwasserqualität haben.
  • Das Becken sollte optimal 140 bis 150 cm tief sein.
  • Der Aufenthalt im Wasser darf nicht länger als 30 Minuten dauern. (Ob ein Baby friert, kann man leicht an den bläulichen Lippen erkennen).
  • Die Babys tragen keine Windel, sondern ein eng anliegendes Höschen.

Ihrem Baby wird dieser Kurs sicher viel Spass machen, auch wenn es wahrscheinlich am Anfang nicht die gesamte Zeit durchhält.

Bildquelle: McStone / pixabay.com

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